Schweiz: Erholung am internat. Schnittholzmarkt?
150 Produzenten und Händler aus der ganzen Welt diskutierten am 21./22. Oktober in Zürich an der ‹5th International Softwood Conference› die globale Entwicklung der Märkte und Rahmenbedingungen für Nadel-Schnittholz (Softwood). Die Holzindustrie bewegt sich, so das Fazit der Tagung, in einem weiterhin schwierigen Umfeld voller Unwägbarkeiten. Die mittelfristigen Perspektiven für den umweltfreundlichen Baustoff Holz sind hervorragend. Aber die im Vergleich mit konkurrierenden Baumaterialien kleiner strukturierte Holzindustrie tut sich noch schwer, mehr in die Holzpromotion zu investieren, um die Vorteile von Holz besser zu kommunizieren.
Das wirtschaftliche Umfeld für die Holzindustrie ist weiterhin von Unsicherheiten geprägt. Zunehmend ist die Branche beeinflusst von Wechselkursverschiebungen. So wirkt beispielsweise der schwache US-Dollar für die Euro-Länder preisdämpfend in Nordafrika. Trotz dem wiedererstarkten Deutschland ist die Krise für die Europäer deshalb noch nicht vorbei. Die Balance zwischen Angebot und Nachfrage ist fragil, die Absatzmärkte erlauben noch keine Produktionssteigerungen. Die Industrie muss sich dem Nachfragelevel anpassen – erste Anzeichen von Überversorgung haben bereits negative Auswirkungen gezeigt.
Von zentralem Interesse ist die Nachfrageentwicklung in China. Geografisch ist Russland mit seinen unermesslichen Holzreserven der geeignete Lieferant; das unverarbeitete Holz wird aber mit hohen Ausfuhrzöllen enorm verteuert. Das führt zu chinesischen Sägewerksinvestitionen in Russland, aber auch zu höheren Lieferungen aus Kanada, Neuseeland und Australien. Erfolgreich ist die Zusammenarbeit Europa–Kanada in der Entwicklung von Baunormen für China.
Die internationale Tagung in Zürich wurde organisiert von der europäischen Sägewerksorganisation EOS und Holzindustrie Schweiz HIS. Den Tagungs-Vorsitz hatte Nationalrat Jean-François Rime, Präsident von HIS. Unter den zahlreichen internationalen Fachvorträgen gab es auch Schweizer Beiträge: Nationalrat Hans Kaufmann zur Finanzkrise, Lignum-Direktor Christoph Starck zur CO2-Speicherung im verbauten Holz und HIS-Direktor Hansruedi Streiff zum Schweizer Markt. (Quelle: Lignum | Holzwirtschaft Schweiz)
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